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Homunculus 26 - Karten © Homunculus

Homunculus 26

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Info

Internationales Figurentheaterfestival Homunculus 26:

Ein dänischer Prinz, die Dirne Helene und eine Palastrevolution


Hohenems. Mit gleich zwei Uraufführungen und mehreren Österreichpremieren startet das internationale Figurentheaterfestival Homunculus vom 18. bis 26. Mai  in das 26. Programmjahr 2017.

 

Zur Eröffnungsgala des 26. Figurentheaterfestivals Homunculus am 18. Mai wird „Die wunderbare Rettung der Dirne Helene“ - eine Rotkäppchenvariante für Erwachsene - von Daniel Wagner, gezeigt. Bereits am 19. Mai folgt eine Welturaufführung:

 

Zu Hofe geht es rund

Das Duo Veronika Thieme und Piere Schäfer sorgt mit „Amleth“, einer der ältesten Hamlet-Geschichten (um 1200) von Saxo Grammaticus, für eine ganz besondere Version des Stoffes. „Amleth“ wird als dänischer Clown und Trickser der solcherart am intriganten Hof überleben kann, angelegt. Am Samstag, den 20. Mai wird die Vorstellung wiederholt. Die zweite Uraufführung stammt von Christoph Bochdansky, bei der er Nachts (Samstag, 22 Uhr) in den Katakomben des Palastes Hohenems eine Seance inszeniert. Bei dieser „Palastrevolution“ philosophieren verschiedene Geister und Dämonen über Sinn und Unsinn des Menschen, schwarzer Humor ist garantiert.

 

Vielseitiges Kinderprogramm

„Die Prinzessin kommt um 4“ wird als Österreichpremiere am Samstagnachmittag vom Theater Kunstdünger gezeigt. Am Sonntag (21. Mai) zu sehen: Ein König, eine Frau, ein verrücktes Volk, Gießkannen, Regenschirme und eine höchst sonderbare Geschichte. Eine surreale und abenteuerliche Reise um die halbe Welt und mehr als sechzig Mitwirkende werden mit Hilfe extravaganter Figuren-und Lichttechnik in den Schatten gestellt. Vorlage der Geschichte sind Schattenbilder der bildenden Künstlerin Wiebke Steinmetz. Mit einer poetischen Version von „Ali Baba und die 40 Räuber“ führt das Theater Marotte eine weitere Österreichpremiere auf, (Montag, 22. Mai), die charmante Geschichte von „Dornröschen“ wird anderntags von der Puppenspielerin Anna Fregin gezeigt.

 

Bitterböse Satire

Mit „Er ist wieder da“ nach dem Erfolgsroman von Timur Vermes bringt das Theater Marotte die bitterböse Hitlersatire am Montagabend, 22. Mai, als geniale Figurentheaterversion: Es gibt keine Moral mehr in der Informations- und Unterhaltungsindustrie, nur noch die Gier nach immer noch größeren Sensationen. Auch das Schuberttheater Wien fordert am Dienstagabend die Zuseher mit „Paperman“, einer Papierfigur die während des Spiels entsteht.

 

Christmas in Hohenems

Mögen die Temperaturen im Mai auch bereits sommerlich sein, am Mittwoch, den 24. Mai wird bereits „Christmas in Hohenems“ gefeiert. Das Theater Zitadelle startet für die Kinder mit „Olaf, der Elch“, abends sorgt das Puppentheater Magdeburg mit „Der kleine Lord“ für einen Klassiker der Literatur in der Puppenspielvariante. Um 22 Uhr wird ein After-Christmas-Clubbing die eintägige Hohenemser Weihnachtszeit ausklingen lassen. Zu Christi Himmelfahrt düsen Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer in den Löwensaal. Am Abend sorgt der aus Israel stammende Poet des Objekttheaters, Ariel Doron mit Plastik Heroes für eine überraschende, lustige und schnelllebige Collage von Bildern aus dem Krieg und besteht komplett aus fertigem Kinderspielzeug. Übrigens wird sowohl mit dem Engagement des Theater Marotte wie Dorns Verpflichtung dem 400jährigen Jubiläum der Ausstellung des Schutzbriefes für Juden in Hohenems durch Graf Kaspar 1617 auf ganz spezielle Art und Weise Respekt gezollt. Das Finale am letzten Spieltag, Freitag, 26. Mai bestreiten Nachmittags die Exen mit „Nils Holgersson und die Wildgänse“. Am Abend beendet ein Kasperstück in teuflischer Interpretaion, „Grete L. und ihr K.“ mit den Puppenspielern Susi Claus und Lutz Großmann unter der Regie von Jonas Knecht das 26. Festival. Um 22 Uhr erfolgt die Staffelübergabe.

 

Staffelübergabe – Intendantenwechsel 2018

Das 26. Festival ist zugleich das letzte, das Pierre Schäfer als künstlerischen Leiter verantwortet. Nach einem knappen Jahrzehnt legt der seit 2008 bestellte Intendant die Leitung des Festivals in neue Hände: Ab 2018 folgt ihm Susanne Claus als erste weibliche „Homunculus-Festival“-Intendantin nach. Pierre Schäfer: „Nach 10 Jahren ist es eine gute Zeit, an jemanden anderen zu übergeben.“ Pierre Schäfer wird, ähnlich wie sein Vorgänger Pavel Möller-Lück, mit verschiedenen Produktionen und je nach Terminplan auch nach 2018 weiterhin bei „Homunculus“ zu Gast sein.

 

Persönlichkeit und Repertoire überzeugten

„Homunculus“-Geschäftsführer Dieter Heidegger: „Das breite Repertoire von Susi Claus hat mich ebenso überzeugt wie ihre Empfehlung durch Pierre Schäfer, die er bereits vor Jahren abgegeben hat.“ Susi Claus arbeitet bereits seit zwei Saisonen bei Homunculus sowohl als Assistentin und als auch als Puppenspielerin - „Janoschs Apfelmännchen“ und „Der Froschkönig“ mit. Auch Präsident Günter Bucher bestätigt: „Als Regisseurin wie Puppenspielerin hat Susi Claus hervorragende Referenzen. Und vor allem: Sie kennt uns und wie wir ticken. Wir freuen uns, dass wir uns aus mehreren kompetenten Vorschlägen erstmals für eine Frau entschieden haben.“

 

Über Susanne Claus:

Die neue Intendantin ab 2018, Susanne Claus, Jg. 1975, absolvierte zwischen 2001 und 2005 ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", Abteilung Puppenspielkunst,  Berlin.  Der anschließenden Festanstellung am Puppentheater Dresden folgten zahlreiche Tätigkeiten als Puppenspielerin und Regisseurin, Coach an diversen Theatern und in Fernsehproduktionen. Des weiteren arbeitet Susi Claus in freien eigenen Konstellationen/ Produktionen und tourt damit auf nationalen und internationalen Festivals.

Nach der Geburt ihres Kindes 2011 ging es mit  zahlreichen Regie- und Puppenspielarbeiten weiter. 2012 spielte Susanne Claus in „Der Mädchen aus der Feenwelt oder der Bauer als Millionär “ (Ferdinand Raimund);  einer Co-Produktion der Salzburger Festspiele/ Thalias Kompagnons mit der Tafelhalle Nürnberg. In den vergangenen Jahren produzierte sie künstlerische Arbeiten, so u.a. das Musikvideo „Einfach ist gar nichts“ der Berliner Band „Prag“. Susi Claus ist Mitbegründerin des „PuppenPool“ - Netzwerk für professionelle Puppenspielkunst. Der Zusammenschluss freischaffender, professioneller Puppenspielerinnen besteht aus verschiedenen Spielerinnen mit mehr als 20 Inszenierungen, Straßentheater und Walkacts.

 

Die Festivalorganisatoren wünschen Susanne Claus gute Aufführungen im Jahr 2017 und einen hervorragenden Start als Intendantin im Jahr 2018.

 

Künstlerische Arbeiten der vergangenen Jahre, Susanne Claus:

KÜNSTLERISCHE TÄTIGKEIT

2016
PRODUKTION/SPIEL „Der Froschkönig- Mädchen, du bist der Knaller!”; Regie Tristan Voght

TOUR Kinderstück “Apfelmännchen” in Belarus; eingeladen vom Goethe-Institut

COACHING Fernsehsendung Staffel II „Puppenstars“- Talpa Germany/ RTL

2015
PUPPENCOACHING “Richard III." (Shakespeare); Regie: Thomas Ostermeier; Schaubühne Berlin

TOUR Kinderstück “Apfelmännchen” in Frankreich, Südafrika, Russland; eingeladen vom Goethe-Institut

SPIEL Mariechen in "Mariechens Show der Sinne" (AT); Sesamstraße NDR

ORGA “Homunculus”- Puppentheaterfestival Hohenems (A)

GASTDOZENTIN „Handpuppe“- „Die Deutsche Geschichte an einem Abend“ (Robert Löhr); Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Abt. Puppenspielkunst

SPIEL „Moritz in der Litfaßsäule“; Theater an der Parkaue- Junges Staatstheater Berlin; Regie: Anja Schneider

COACHING Fernsehsendung „Puppenstars“- Talpa Germany/ RTL

2014
PRODUKTION/SPIEL „Janoschs Apfelmännchen“; Regie Daniel Wagner

TOUR  “Apfelmännchen” in Russland; eingeladen vom Goethe-Institut

SPIEL Episodenrolle: Mutter Huhn "Eine Möhre für zwei: Mama!?"; Sesamstraße NDR

ORGA PuppenPool-Festival "Endlich 30!"; Figurentheater Grashüpfer Berlin

SPIEL“Lux und Purzel- Freunde für immer ...bis ans Ende der Welt!” (frei nach F. Wolf); Regie: Dorothe Metz

SPIEL "Der kleine Muck"; Regie: Christian Weise; Maxim Gorki Theater Berlin

2013
REGIE „Sultan und Kotzbrocken“ (Claudia Schreiber);

Co-Produktion Theaterwerkstatt Gleis 5 Frauenfeld/ Theater Stadelhofen Zürich

REGIE „Drei Räuber“ (Toni Ungerer)- nominiert für den Ikarus Preis 2013; Das Weite Theater Berlin

PUPPENSPIELREGIE UND SPIEL Musikvideo Song „Einfach“; Band „Prag“ Berlin

REGIE „Karussell- als Fidibum durchdrehte“; Flunker Produktionen

GASTDOZENTIN „Offene Formen“- „Mann, Frau, Hund“ (Sibylle Berg);

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Abt. Puppenspielkunst

GRÜNDUNG „PuppenPool“ Netzwerk & Agentur für professionelle Puppenspielkunst;

Publikumspreis Marketingwettbewerb des PAP – Performing Arts Programm Berlin

SPIEL in „Berlin Erleuchtet“ Friedrichstadt- Palast Berlin- 2. Unit Schneehase Fritze

2012
SPIEL „Der Mädchen aus der Feenwelt oder der Bauer als Millionär “ (Ferdinand Raimund);

Co-Produktion der Salzburger Festspiele/ Thalias Kompagnons mit der Tafelhalle Nürnberg